Dr. med. vet. Peselmann

Tierarztpraxis für Kleintiere in Riesenbeck (Osnabrück // Ibbenbüren)

Papageien und Sittiche

 Physiologische Daten:

Lebenserwartung:

  • Nymphensittiche: 15 – 20 Jahre
  • Amazonen, Aras, Graupapageien: bei guter Haltung bis zu 70 J.
  • Kakadus: bis zu 100 J.

Papagei/Sittich:        Körpergewicht           Herzfrequenz             Atemfrequenz

Blaustirnamazone:    380 – 450 g             140 – 250x/Min.           15 – 45x/Min.

Graupapagei:            400 – 550 g             140 – 300x/Min.            32 – 42x/Min.

Halsbandsittich:        110 – 140 g              140 – 220x/Min.                 /

Agapornis:                  40 –   60 g              250 – 280x/Min.           50 – 60x/Min.

Fütterung:

Die Futterration von Papageien und Sittichen muss ausgewogen sein und sollte neben Körnerfutter und Frischfutter auch tierisches Eiweiß in Form von gekochten Eiern, Quark oder gekochtem Hühnerfleisch enthalten.

Das Körnerfutter bildet den Grundbestandteil des Futters: Hirse, Hafer, Weizen, Sonnenblumenkerne, Mais, Vogelmiere, Pinien- und Kürbiskerne, Zirbelnüsse, ungeröstete (!) Erdnüsse (bei gerösteten Erdnüssen besteht die Gefahr der Belastung durch Pilze, was beim Vogel zu Pilzbefall der Atemwege und des Verdauungstraktes führen kann).

Vorsicht ist auch bei Sonnenblumenkernen geboten, die sehr fetthaltig sind und daher nie mehr als 20% der Samenmischung ausmachen sollten.

Frischfutter sollte ohne Einschränkung angeboten werden: Früchte, Beeren, Gemüse, Salat, gekeimte Sämereien, Äste.

Mineralsalze können in Form von Kalksteinen oder Sepiaschalen angeboten werden.

Außerdem sollte den Vögeln, um Verdauungsstörungen zu vermeiden, auch täglich Magengrit angeboten werden, der über die Früchte gestreut werden kann.

 Haltung

Optimal ist es, wenn Papageien und Sittiche mindestens paarweise gehalten werden!

Eine Bademöglichkeit sowie reichlich Naturäste sollten als Nage- und Klettermöglichkeit im Gehege vorhanden sein, damit die Vögel genügend Beschäftigungsmöglichkeiten haben, und so die Gefahr von Verhaltensstörungen reduziert wird.

Papageien dürfen niemals im Durchzug oder in der prallen Sonne stehen.

Eine tägliche Dusche mittels Sprühflasche unterstützt die Gefiederpflege und Fortpflanzung. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Sprühstrahl etwas nach oben gerichtet ist, sodass die Tropfen – wie bei feinem Nieselregen – von oben auf den Vogel gelangen.

Vor dem Einsetzen neu zugekaufter Papageien sollte man die Tiere 4 Wochen separat halten und peinlichst auf Hygiene achten, um jede nur mögliche Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Während dieser Quarantäne sollte der Kot 2x parasitologisch untersucht werden, um eventuelle Verwurmungen frühzeitig zu erkennen.

Die optimale Umgebungstemperatur sollte über 15°C liegen, bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60%.