Dr. med. vet. Peselmann

Tierarztpraxis für Kleintiere in Riesenbeck (Osnabrück // Ibbenbüren)

Notfallmedizin

Notfallpatienten werden zunächst in einem separaten Raum untersucht und die Erstversorgung zur Stabilisierung des Kreislaufs durchgeführt.

Erst nachdem der Patient stabil ist, werden weiter gehende diagnostische Maßnahmen wie Röntgen, labordiagnostische Untersuchungen oder Ultraschall durchgeführt.

Erstversorgung:

Im Rahmen der Erstversorgung wird ein venöser Zugang (Venenkatheter) gelegt, damit die benötigten Medikamente möglichst schnell im Organismus wirken können. Während dieser Maßnahme wird bereits für spätere Untersuchungen benötigtes Blut entnommen.
Sollte Ihr Tier mit Atemstillstand zu uns gebracht werden oder während der Erstversorgung einen Atemstillstand erleiden, wird es intubiert und beatmet.

Da es bei Atemstillstand und/oder Herzstillstand auf jede Minute ankommt, möchten wir Sie als Besitzer um Verständnis bitten, dass Sie nicht mit in den Notfallraum kommen dürfen, damit wir genügend Platz haben und schnell an alle benötigten Instrumente und Medikamente gelangen können.
Sie werden sobald wie möglich über den Zustand ihres Tieres informiert.

Ist Ihr Tier kreislaufstabil, werden, je nach Erkrankung und betroffenem Organsystem, Röntgenbilder angefertigt, ein Ultraschall gemacht oder das Blut auf Organversagen untersucht, um die Prognose und die weitere spezifische Therapie (auch anfallende Kosten) mit Ihnen absprechen zu können und einzuleiten.


Eventuell notwendige weitere Maßnahmen im Rahmen der Notfall- und Intensivmedizin:

Herz-Lungen-Wiederbelebung:

Im Falle eines Herz-Kreislaufstillstandes erfolgt die Herz-Lungen-Wiederbelebung, zunächst am geschlossenen Brustkorb. Sollte die Herzmassage und Beatmung innerhalb von 5 Minuten nicht zum Wiedereinsetzen der Herzaktion führen, kann die Herz-Lungen-Wiederbelebung auf Ihren Wunsch auch am offenen Brustkorb durchgeführt werden.

Wir möchten Sie in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass eine Wiederbelebung, ähnlich wie beim Menschen, innerhalb der ersten 5 – 10 Minuten nach Herzstillstand durchgeführt werden muss, damit es zu keinen bleibenden Schäden des Gehirns kommt. Dies möge bedacht werden, falls Ihr Tier bereits zuhause eventuell einen Herzstillstand hatte.

Thoraxdrainage:

Im Falle eines Ergusses im Brustraum oder eines Pneumothorax wird eine Thoraxdrainage durchgeführt, d.h. es wird ein Katheter in den Brustraum eingeführt über den die Flüssigkeit oder Luft mehrfach am Tag abgesaugt wird. Um diese Maßnahme durchführen zu können, muss Ihr Tier sediert werden. Nach Einführen des Katheters wird dieser an der Brustwand mittels einer Naht fixiert. In einem solchen Fall bleibt Ihr Tier natürlich zur Behandlung und Beobachtung auf unserer Station.


Künstliche Ernährung:

a)    über Zentralen Venenkatheter:

Wenn Ihr Tier, z.B. nach einem operativen Eingriff im Bereich des Magen-Darm-Traktes keine Nahrung aufnehmen darf, wird es über einen Zentralen Venenkatheter mit Infusionslösungen während der ersten 2-3 Tage nach der Operation ernährt.

Ein Zentraler Venenkatheter kann ebenfalls gelegt werden, wenn Ihrem Tier häufig Blut genommen werden muss, um den Verlauf der Erkrankung zu kontrollieren, z.B. bei Diabetes mellitus zur Kontrolle des Blutzuckerwertes.

b)    über Ernährungssonden:

Tiere, die eigenständig keine Nahrung aufnehmen wollen (z.B. Katzen mit hochgradigem Katzenschnupfen oder an Katzenseuche erkrankte Katzen und Hunde), können über eine Nasen-Schlund-Sonde oder eine Ösophagus-Magen-Sonde mit dünnflüssigem Futter ernährt werden, bis sie wieder eigenständig Futter zu sich nehmen.

 


Notfallmedizin.

Notfallmedizin: